Du oder Sie?

Ich habe mir ja meinen neuen Shop eingerichtet. In den Beschreibungen (sämtliche Texte,wie Artikelbeschreibungen, Kategorietexte oder Hinweise, Hilfestellungen etc.) spreche ich potentielle Kunden mit Du an. Ich habe für mich beim Schreiben der Texte herausgefunden, dass sich einige Hinweise und Tipps mit Du besser vertexten lassen als mit dem förmlichen Sie.

Nun habe ich gestern eine Diskussion gefunden, in der es darum ging, dass sich einige quasi auf „den Schlips getreten fühlen“ (ist nicht böse gemeint), wenn sie in einem Shop oder wo auch immer, gleich geduzt werden. Dass es so schlimm ist, dass diese Leute nie in so einem Shop kaufen würden, hätte ich nicht vermutet.
Solche Diskussionen habe ich in der Vergangenheit schon öfter gelesen oder auch geführt, aber irgendwie hat jeder für sich einen Kompromiss gefunden und am Ende war es dann immer gar nicht sooo schlimm, geduzt zu werden. Ging mir irgendwann ja mal genauso, dass ich erst erstaunt war und mich fragte, habe ich mit dieser Person schon mal nen Kaffee getrunken? Aber darauf kommt es gar nicht an, finde ich jedenfalls mittlerweile. Deshalb war ich beim Lesen der Diskussion gestern doch mal wieder etwas erstaunt darüber, dass dann sogar z. B. ein Kauf ausgeschlossen wird.

Kaffee trinken

Nachdem ich auf DaWanda mit dem Du angefangen habe, welches ich dort in meinem Shop übernahm, als die Plattform schon in den letzten Zügen lag, ohne es mitzuteilen, hatte ich dort recht gute Erfahrungen gemacht und habe es nach und nach in die anderen Shops übertragen. Ich finde es in Shops, auf Info-Seiten o. ä., wo das so gehandhabt wird, auch nicht schlimm, weil die Texte locker, flockig und viel flüssiger geschrieben sind. Sie sprechen mich dann viel mehr an und regen ein Miteinander – egal, ob es um einen Kauf geht oder ob man sich nur über ein Thema informiert, bei dem man sich vielleicht engagieren möchte, viel besser an. Aber sollte ich das nur aus meiner Sicht sehen? Wobei ich mittlerweile dachte, es ist gar nicht mehr so schlimm mit dem Du.

Für mich stellt sich jetzt wieder die Frage, überarbeite ich nochmal alles, weil durch das Duzen in meinen Texten eventuelle Käufer den Shop direkt wieder verlassen? Ist es wirklich so schlimm, in beschreibenden Texten geduzt zu werden? Ich würde mich freuen, einige Meinungen von euch zu bekommen.

Wie seht ihr das?

 

Autor: AmOlenDiek

Moin, hier schreibe ich, Michaela. Du erfährst in diesem Blog vieles über meine Shops AmOlenDiek, was im Garten so los ist, was ich so gelesen habe oder lesen werde und vielleicht noch einiges mehr.

4 Kommentare zu „Du oder Sie?“

  1. Ich finde es manchmal sogar eher merkwürdig auf Webseiten gesiezt zu werden. Vielleicht kannst Du die Texte ja auch so schreiben, dass Du weder Du noch Sie verwendest? Ich mag es zum Beispiel nicht ältere Leute mit dem Vornamen anzusprechen, auch wenn wir per Du sind (zb. die Schwiegereltern). Und im Gespräch formuliere ich automatisch immer so, dass ich kein Du oder Name verwenden muss. Zum Beispiel: statt Du musst die Kerze auspusten lieber wir sollten…, wäre es nicht besser… Oder du arbeitest mit „man“? Aber generell finde ich du am Besten.

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  2. Hallo Michaela,
    das ist ja ein interessantes Thema. Ich habe den Eindruck, dass mittlerweile in der Onlinewelt, zumindest auf den Webseiten, die ich regelmäßig besuche, das duzen durchaus üblich ist. Mich persönlich stört es nicht und speziell bei Seiten wie Dawanda oder Etsy oder kleinen Shops, wo man selbstgemachtes verkauft, finde ich das eigentlich auch schön gleich geduzt zu werden, weil man damit irgendwie gleich eine persönliche Beziehung zum Käufer aufbaut.
    Ich könnte mir vorstellen, dass sich eventuell ältere Leute an dem „Du“ stören, aber dass man damit gleich einen Kauf auf der betreffenden Webseite ausschließt, finde ich nun doch deutlich übertrieben. Da müsstest du dir vielleicht überlegen, welches Klientel du mit deinen Sachen ansprichst und ob du Leute, die sich über so eine, in meinen Augen, Kleinigkeit aufregen überhaupt als Kunden haben möchtest. ;P Wobei als kleiner Verkäufer kann man es sich wahrscheinlich nicht leisten, wählerisch zu sein, was die Kundschaft angeht.
    Manchmal muss ich wirklich den Kopf schütteln über die Menschheit, wenn ich solche Geschichten lese. Da gibt es nun wirklich andere Sachen, über die man sich auf dieser Welt empören könnte.
    Fazit dieses kurzen Essays: An deiner Stelle würde ich beim „Du“ bleiben! 😀 LG, Antje

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    1. Hallo Antje,
      vielen Dank für Dein Statement. So wie Du, sehe ich das eigentlich auch. Ich war auch davon ausgegangen, dass es mittlerweile üblich ist, zu Duzen. Vor einigen Jahren habe ich das noch anders eingeschätzt.
      Mal gucken, was vielleicht noch so an Meinungen oder Denkanstößen eintrifft 🙂
      VG Michaela

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