Werbung: Qualle vor Malle von Elena Uhlig

Mein Lese-Highlight des Sommers, das Einzige übrigens. Hach, was war das Buch schön. Es ist das erste Buch seit Monaten gewesen, welches ich nicht wieder beiseite gelegt habe. Dieses Buch hat mich wirklich köstlich amüsiert und war sehr gut zu lesen. Vielen Dank, Frau Uhlig, für diese Unterhaltung.

Qualle vor Malle

Schön fand ich, wie man sich oder auch sein Umfeld in den wirklich lebensnah erzählten Geschichten wiederfindet. So herrlich, echt.
Angefangen mit der Vorbereitung auf die Urlaubsreise: Bloß nichts vergessen, alles wird zig Male geprüft, für alle Wetterlagen und Eventualitäten muss Kleidung und Schuhe mitgenommen werden. Und wenn man als vierköpfige Familie in den Urlaub fährt, kommt da einiges zusammen. Gut, im Sommer auf Malle kann man eigentlich die gefütterten Schuhe zu Hause lassen, aber man weiß ja nie 😉

Qualle vor Malle_Klamottensuche

Im Urlaub geht es dann weiter mit dem richtigen Zimmer. Ja, das ist alles nicht so einfach. Frau Uhlig meint dann immer, sie ist schon wieder schwierig 🙂 Ich kann aber sehr gut einige Dinge nachvollziehen, man hat ja seine Gewohnheiten und auch Ansprüche. Aber das umschreibt sie selbst in einer humorvollen Art und Weise, dass man ihre „Besonderheiten“ gar nicht als nervig empfindet und gar nicht gleich mal die Augenbrauen hochzieht. Also mir ist es nicht passiert, weil das gesamte Buch so nah an der Wirklichkeit oder wie es tatsächlich vorkommen kann geschrieben ist. Das ganz normale Leben halt.

Qualle vor Malle_funarena

Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, da ich gern freitags Abends mal einer Talkrunde lausche. In so einer Runde im 3. war Frau Uhlig zu Gast und hat ihr Buch vorgestellt. Mir war klar, da ich sie als Schauspielerin sehr gern sehe, dass ich ihr Buch lesen muss. Einige Tage darauf bin ich dann gleich in unseren Buchladen vor Ort und habe „Qualle vor Malle“ geordert.
Dieses Buch kann ich wirklich jedem empfehlen, der gern authentisch und humorvoll geschriebene Bücher liest. Ich möchte vom Inhalt nicht allzu viel verraten, denn amüsieren kann sich jeder selbst beim Lesen.

Qualle vor Malle_check

PS: Ich wusste nicht, dass Elena Uhlig bereits vorher ein Buch geschrieben hat, aber das liegt natürlich auch schon bereit 🙂

Fortunas Schatten von Anja Marschall

Seit über zwei Wochen will ich diesen Artikel veröffentlichen, nun ist es so weit.

Ich schrieb ja schon mal, dass ich eigentlich historische Romane nicht wirklich lese oder nicht sooo gerne. Aber Fortunas Schatten wollte ich unbedingt lesen, denn die Geschichte des Romans handelt schließlich direkt hier in Glückstadt. Das muss man doch lesen, oder?

Aber ich muss schon sagen, ich tat mich ziemlich schwer mit dem Reinkommen. Es lag nicht an dem Roman selbst, nein. Vielmehr die Aussprache, in welcher der Krimi geschrieben wurde, war ausschlaggebend. Anja Marschall hat den gesamten Roman in der Aussprache des 19. Jahrhunderts geschrieben. Klar, dass einfach runter zu lesen ist nicht schwer, aber ich versuche immer, mich in die Handlung und die Personen reinzuversetzen (schreibt man das so?). Also, ich möchte jeden einzelnen Protagonisten verstehen können. Ebenso geht es mir mit der Handlung. Vielleicht bin ich da ein wenig kompliziert, aber so lese ich Bücher. Ich tauche quasi in sie ab. Und bei dieser Aussprache um 1894 war das nicht sehr einfach. So spricht ja heute keiner mehr.

Nach etlichen Seiten ist es mir aber gelungen, mich damit zu identifizieren und so ging das Lesen quasi leicht von der Hand. Es ist schon spannend und faszinierend zugleich, wenn in einem Roman direkt Schauplätze und Namen von Personen auftauchen, die man kennt oder es heute noch einen Bezug in Glückstadt gibt. Das ist für mich eine super gute und intensive Recherche-Arbeit der Autorin. Das gefällt mir an diesem Roman so richtig gut.

Fortunas Schatten Cover

Ich habe Fortunas Schatten im Verhältnis sehr schnell gelesen, es dauerte keine Woche. Und den Nachfolgeroman hab ich auch schon durch, ging noch schneller. Wie geht es weiter mit Hauke Sötje?

 

Endlich fertig

Nun habe ich es endlich geschafft, den Kriminalroman zu lesen.

Obwohl ich mich tatsächlich frage: war es wirklich ein Krimi? Es gab Morde und auch die Polizei kam darin vor, aber es wirkte alles nicht wie ein richtiger Krimi. Anfangs habe ich ziemlich schnell gelesen, weil es spannend anfing und sich schnell lesen ließ, aber irgendwann habe ich das Buch mal auch tagelang liegen gelassen. Zwischendurch wollte ich es eigentlich gar nicht mehr weiterlesen und habe überlegt, ob ich es ganz bei Seite packe.

Aber ich habe mich durchgerungen und zu Ende gelesen und weiß nun, dass es auch noch einen zweiten Teil geben wird. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen wirklich lesen möchte.

Ein Mann, der sich von der Familie nicht geliebt und betrogen wird, flieht in eine andere Identität, die er in seinem früheren Leben eigentlich leben wollte. Aber durch den Zwang der Familie, die Tradition fortzuführen, muss er sie aufgeben. In der neuen Identität baut er sich ein schönes Leben auf; als angesehener Arzt mit einer schönen Frau an seiner Seite.

Um die Welt von „Dreck“ zu befreien, mordet er. Verkleidet mit Masken bringt er Männer um, die sein idyllisches Leben bedrohen. In diesem Band sind dies schon einige und dies ist so langatmig, dass ich wirklich ab der Mitte des Buches Mühe hatte dran zu bleiben. Es fehlen, meiner Meinung nach, die kurzen Ermittlungseinblicke der Polizei bzw. der ermittelnden Kommissarin, die in den Büchern des Autors die Hauptfigur ist. Das hätte den Roman auf Dauer spannend bleiben lassen.

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Alles andere, wie z. B. das Leben des sogenannten Doktors, sein Wohnort und die gesamte Umgebung sind sehr ausführlich und schön dargestellt. Ist auch nicht übertrieben oder extrem ausgeschmückt, liegt alles hier oben im Norden. Bei einem Roman/Krimi von über 400 Seiten fehlte mir auf die Länge einfach irgendwann die Spannung. Es war vorhersehbar, dass wieder gemordet wurde und wieder und wieder. Und alles ohne jeglichen Einblick oder Einflüsse der polizeilichen Ermittlungen. Man wartet zu lange darauf, wann die Falle zuschnappt.

Eigentlich lese ich die Bücher des Autors gerne und habe noch nicht alle gelesen. Einige fehlen mir noch im Bücherregal und werden sicher auch noch dazu kommen. Aber auf den 2. Band zu diesem Roman bin ich erstmal nicht wirklich gespannt, obwohl er in diesem Jahr noch erscheint. Abwarten…

Auf geht’s, das nächste Buch wartet: Der Duft von Rosmarin und Schokolade.

Lesung Tania Schlie 2

 

Drei silberne Statuen …

spielten die eigentliche Hauptrolle in meinem zuletzt gelesenen Roman. Dieser war voller Spannung und näherte sich häufig auch mal einem Krimi. Denn es gab einige Verbrechen und sogar Mord.

Auf der Suche nach den drei Statuen der griechischen Mythologie hielt die Autorin die Spannung wirklich bis zuletzt und ich hätte den Roman gern schneller gelesen. Aber irgendwann muss man ein Buch auch mal aus der Hand legen. Es gab leider Tage, an denen ich gar nicht weiterlesen konnte, das hat mich so manches Mal geärgert. Denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie weit die skrupellose Antiquitätenhändlerin gehen würde, um die Statuen zu besitzen. Bezahlen wollte sie dafür eigentlich keinen Cent. Die erste hat sie sich durch einen Trick unter den Nagel gerissen.

Bei dieser Autorin kommt aber auch die Liebe nicht zu kurz. Und so haben sich während der Handlung gleich drei Paare gefunden. Diese sechs Personen haben so unterschiedliche Charaktere, dass sie sich wahrscheinlich gerade deshalb gefunden haben. Die gemeinsame Suche nach den Statuen und die Zusammenarbeit gegen diese skrupellose Antiquitätenhändlerin schweißte alle zusammen.

Toll fand ich den Einstieg in diesen Roman. Er begann nämlich mit dem Untergang der Lusitania im ersten Weltkrieg vor der südirischen Küste. Darüber hatte ich einige Tage zuvor erst eine Doku gesehen. Ich finde, wenn  einem solche Dinge dann zufällig wieder begegnen und in einem ganz anderen Zusammenhang ist das immer ein bißchen unheimlich, macht das Ganze aber auch um so interessanter.

Von dieser amerikanischen Autorin habe ich in der Vergangenheit bereits etliche Romane gelesen (stehen alle im Regal – ausser die Verliehenen, die kamen leider nicht zurück). Leider habe ich die Autorin in den letzten Jahren aus den Augen verloren, da ich fast alles gelesen habe, was mir einigermaßen interessantes in die Finger kam. Aber nun weiß ich wieder, dass von dieser Autorin einiges an Büchern auf meinem Stapel landen werden. Danke an Inke, die mir dieses Buch im Buchladen meines Vertrauens empfohlen hat 🙂

Neuzeitlichen Roman gelesen

Also das war ein Roman. Am Anfang bis über die Mitte hinaus dachte ich, was für ein blöder Roman. Ich wollte das Ding mehrfach wegpacken und nicht weiterlesen. Habe trotz der relativ wenigen Seiten auch echt lange gebraucht, diesen fertig zu bekommen.

In dem Roman geht es um Klatsch und Tratsch, Intrigen und Veräppelungen unter sogenannten Freunden, Bekannten und Kollegen. Das kann ich gut leiden 😦
Ist es doch quasi wie im richtigen Leben, nur das man da noch Personengruppen und Zwisteleien dazunehmen kann. Boah, das brauch ich nicht auch noch in einem Roman, da hält das Leben genug Beispiele parat.
Mit einem Buch will ich abschalten, will an ganz andere Dinge denken, den Tag ausklingen lassen. Entspannen will ich lieber nicht sagen, denn es gibt Bücher, da kann man nicht entspannen, die fesseln einen richtig. Da macht es dann richtig Spaß, zu lesen und selbst 500 und mehr Seiten sind da relativ schnell gelesen.

Ja ok, manchmal muss man auch einen neuzeitlichen Roman lesen und ich lese ja querbeet was mir so in die Finger kommt, aber mit Klatschpresse und so’n Zeug, nee ehrlich. Das sieht man doch jeden Tag und ist froh, wenn man es dort mal irgendwann nicht sehen oder auch hören muss. Geht mir zumindest so.

Aber im letzten Drittel hat der Roman noch sein kitschiges Liebes-Roman-Image bekommen. Romantisch eben. Fast wie so’n Heimatfilm in den Bergen, obwohl er in München endet. Naja, ist fast Berge.

Müsste ich für diesen Roman irgendwelche Sternchen vergeben, würde es maximal 2 geben, Tendenz zu nur 1. Der hat mir wirklich nicht gefallen, obwohl ich ihn tapfer zu Ende gelesen habe.

Dafür habe ich gleich anschließend mit einem neuen Roman angefangen, knapp 500 Seiten klein und eng geschrieben, um den anderen zu verdrängen.
Uuund heute habe ich im Buchladen meines Vertrauens gleich noch 2 neue Krimis erworben, mit Kaffee und Keks konnte ich die Bücher kurz anlesen. Sehr gemütlich das Ganze. Ach, und eine nette neue Bekanntschaft gab’s auch gleich noch dazu. Winke wunke, Inke 🙂