#Einheitsbuddeln in Schleswig-Holstein

Pflanze einen Baum

Vor Wochen wurde unter dem Hashtag #Einheitsbuddeln vom schleswig-holsteinischen Staatssekretär dazu aufgerufen, am Tag der Deutschen Einheit Bäume zu pflanzen.
Die Idee finde ich super, gerade im Land der weiten Horizonte. Auf solche O-Ton-Sätze: „Dann seh ich ja gar nix mehr, wenn da ein Baum am Weg steht…“ kann ich gut verzichten. Aber ist halt schon ein Spagat zwischen Baum oder Windrad. Das verstehe ich schon.

Ich habe mir überlegt, bei dieser Aktion mitzumachen. Zumal in Kürze ein von uns gesetzter Baum und 2 große gut gewachsene Sträucher wegen Baumaßnahmen zwangsweise entfernt werden. Wie die Regeln da sind, weiß ich nicht. Die Maßnahme haben wir nicht zu verantworten und sie wird nicht von uns durchgeführt.
Aber Bäumchen habe ich genug und ich brauche sie nicht mal zu kaufen. Sie tauchen von ganz allein in unserem Garten auf. Aus den Beeten nehme ich dann die kleinen Setzlinge heraus und sie wandern erst einmal in einen Topf mit schöner neuer Pflanz-/Anzuchterde. Dort können sie verweilen bis ich einen geeigneten Platz für sie finde. Nun kann ich aber nicht alle Bäumchen im Garten verteilen. So habe ich auch ab und an mal welche zum Verschenken. Einige zieren tatsächlich auch schon Wegesränder oder sind als Schattenspender in einen anderen Garten eingezogen. Meist findet sich ein Abnehmer. Ansonsten bleiben die Bäumchen erstmal in ihren Anzuchttöpfen oder werden in größere Töpfe verpflanzt.

Baum Einheitsbuddeln

Von diesem Bäumchen ziehen bei uns gleich zwei ein. Wobei sie ja eigentlich nur umziehen werden, denn unseren Garten hatten sie sich ja bereits ausgesucht. Die beiden Töpfe mit den Bäumchen stehen bereits an ihrem neuen Platz und werden in den kommenden Tagen dann dort verpflanzt. Sie werden links und rechts den neuen Sitzplatz aus dem letzten Jahr einrahmen – Artikel dazu hier: Neu entstandene Sitzmöglichkeit im Garten

Es ist schon eine tolle Aktion und ich hoffe, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger, Nachbarn, Freunde und Bekannte, Gemeinden und Firmen daran beteiligen. Alle Infos zur Aktion können hier nachgelesen werden zur Aktionsseite – öffnet in einem externen Link und neuem Tab/Fenster
Wichtig wäre auch, dass diese Aktion nachhaltig bleibt und nicht nur viele schnell mal eben mitmachen aufgrund der Fridays for Future-Diskussionen und -Demonstationen.

 

Gartenschnappschüsse August 2019

Herbstfärbung Wein august 2019 nr 2
Anfang August war das Weinlaub bereits in Herbstfärbung zu sehen.

Herbstfärbung Wein august 2019
Bedeutet wahrscheinlich, der Herbst fängt in diesem Jahr wirklich im September an?

Frosch im Algenbad
Wellness für Frösche – ein Frosch im Algenbad. Das können wir öfter beobachten, dass die Frösche es wohl richtig toll finden, wenn in den Wasserstellen auch mal etwas mehr Algenwuchs ist. Vielleicht ist das ja gut für die Haut 😉

Bienentränke August 2019 nochmals
Bienentränke – leider ließ es sich nicht besser fotografieren, denn ich musste gegen die Sonne knipsen, da die Wasserstelle mit einem Solarsprinkler bestückt ist. Dieser geht immer aus, wenn man quasi im Licht steht und dann sind ganz schnell die Bienen weg.

Bienentränke August 2019
Die kleinen Summer sind auch nicht leicht zu fotografieren, sie halten ja nicht still. Wie wir beobachten konnten, fanden diese plätschernde Wasserstelle nur die Bienen toll und nutzten sie an heißen Tagen intensiv als Getränkequelle.

Mittagsblume blüht unermüdlich August 2019
Die Mittagsblume hat in den vergangenen Wochen nach einer kurzen Pause wieder richtig intensiv und unermüdlich geblüht. Mittlerweile hat sie sich auch so stark ausgebreitet und erste andere Steinbeetpflanzen überwuchert.

Erste Brombeer-Ernte

Hat sich schon gelohnt

Ich hatte ja gehofft, dass die Brombeeren reichlich tragen. Die Blüte war ja sehr üppig und der Strauch hat sich so dermaßen ausgebreitet. Normal wären ja jetzt erst einige Brombeeren zum Naschen direkt vom Strauch reif, aber was ich gestern ernten konnte reicht schon für 1 x frische Marmelade kochen.

Vielleicht mache ich noch 1 – 2 Äpfel dazu, geliert dann auch besser. Mit der Menge hätte ich so früh – Ende August – noch nicht gerechnet. Und genascht wurde ja trotzdem immer schon die ganzen letzten Tage 😉

Brombeerernte 082019

 

Unbekannte Pflanze

Im Garten entdeckt

Diese Pflanze habe ich bei uns im Rasen entdeckt. Wie sie da hingekommen ist, weiß ich nicht, aber bei uns kommt öfter mal was an, was wahrscheinlich die Vögel oder der Wind in unseren Garten tragen.
Mit dem Rasenmäher habe ich die Pflanze quasi vorsichtig freigelegt. Nun weiß ich aber nicht, was es für eine Pflanze ist. Beim Durchstöbern in euren Gartenblogs ist mir der Verdacht gekommen, es könnte Borretsch sein. Ich bin mir aber nicht sicher.
Was ist das für eine Pflanze mit den schönen sternförmigen blauen Blüten?
Kann ich sie umpflanzen, um sie aus dem Rasen zu retten?

unbekannte Pflanze im Rasen Blüte Rückseite

unbekannte Pflanze im Rasen Blüte

Ich hoffe, ihr könnt mir da weiterhelfen 🙂

Die Hummeln verhungern

Und das auf’m platten Land

Den Beitrag wollte ich eigentlich vor locker 4 Wochen bereits schreiben, aber ich hatte die Bilder „verlegt“, weil ich vergessen hatte, dass ich sie bereits vom Handy übertragen habe.

Als ich im Juli Wartezeit in Glückstadt zu überbrücken hatte, schlenderte ich am Fleth entlang. Im ersten Moment habe ich das gar nicht so wahrgenommen. Aber irgendwann dachte ich, hier stimmt doch irgendetwas nicht. Ich sah nochmal genauer hin und tatsächlich, am Fleeth entlang liegen tausende tote Hummeln. Ich konnte das gar nicht glauben und war echt geschockt, so dass ich da nicht an ein Foto gedacht habe. Ich muss zugeben, dass auch etwas Wut in mir aufstieg, weil ich natürlich dachte, da hat irgendjemand ein Unkrautmittel gespritzt, was den Hummeln so gar nicht gut getan hat. Zumal ich kurz zuvor in der Zeitung gelesen habe, dass Unkrautvernichter versprüht wird, um Gleisbetten/Bahnhöfe sauber zu halten :(.

verhungerte Hummeln
auf nicht einmal 20 qcm 3 verhungerte Hummeln

Irgendwann war natürlich meine Wartezeit vorüber und ich musste wieder los. In der Familie haben wir dann erstmal darüber diskutiert. Ich wusste auch nicht, was ich da machen kann. Wen fragen zum Beispiel. Also erstmal das Thema wieder beiseite geschoben. Aber es sollte nicht lange dauern, da holte es mich direkt wieder ein.

Nach einigen Tagen hatte ich wieder Wartezeit zu überbrücken. Natürlich bin ich dann auch wieder in die Bücherstube, um nach Lese-Nachschub Ausschau zu halten, aber da kann ich ja auch nicht ewig rumlungern 😉 . Ich also wieder am Fleth entlang, auch um zu schauen, was da mit den Hummeln los ist.
Und wieder: unheimlich viele tote Hummeln entlang des Fleeth. Irre.

tote Hummeln in Glückstadt
die schwarzen Flecken sind verhungerte Hummeln

Man konnte sehen, dass schon an einigen Stellen gefegt wurde und somit ein Teil der Hummeln bereits entfernt war, aber es lagen immer noch so viele da herum.

Da bin ich dann erstmal zur örtlichen Zeitung. Habe nachgefragt, ob man darüber was weiß. Hätte ja sein können, dass bereits über das Hummelsterben berichtet wurde. Denn das konnte doch keiner übersehen. Nicht bei der Menge.
Wie sich herausstellte, wußte keiner was darüber. Aber in der Redaktion erkundigte man sich, weil man auch selbst an einer Aufklärung interessiert war und hat mich dann informiert.

Die Information fand ich erschreckend: Die Hummeln verhungern!

Das dies gerade am Fleeth passiert, liegt an den Linden, welche diesen säumen. Diese Sorten sind im Juli in voller Blüte und da im Juli nicht so viele ertragreiche andere Blüher zur Verfügung stehen, stürzen sich alle Hummeln auf die Lindenblüten. Sie fliegen dafür kilometerweit, denn sie brauchen Futter für Brut und Königin. Und da es alle Hummelvölker betrifft (aber auch andere Insekten haben Hunger), sind natürlich alle zu den Linden unterwegs. Irgendwann ist nicht mehr genug für so viele Hummeln da und sie verhungern schlichtweg. Denn für Flug und Sammeln verbrauchen sie ja auch Energie. Hummeln legen leider auch sehr wenig Vorräte an, anders als andere Insektenarten.

verhungerte Hummel Nahaufnahme
Hier kann man gut sehen, dass sie nicht einmal mehr Nektar sammeln konnte

Aber ganz ehrlich? Das so etwas bei uns auf dem Land passiert, das hätte ich niemals für möglich gehalten. Ich war davon ausgegangen, dass hier durch die vielen Gärten, den Wiesen und anderen Grünflächen reichlich Futter da sein sollte. Aber weit gefehlt.

Schaut auch mal bei euch in der Gegend genauer hin! Gibt es auf Wiesen tatsächlich noch bunte Blüten? Wie sieht es in einem Knick aus, wenn denn mal einer da ist? Wieviele Blüher gibt es im Park, von den Linden mal abgesehen? Blüht es bunt an den Wegesrändern/Feldrändern? Gibt es wild bewachsende Streuobstwiesen noch?

Zum Thema findet die Suchmaschine reichlich Artikel. Die habe ich aber erst gefunden, als ich wußte, worum es hier geht.